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Todesfall & Nachlass

Hausrat eines Verstorbenen: Behalten, verkaufen, spenden oder entsorgen?

Redaktion Leerraum EntrümpelungVeröffentlicht am 30. Oktober 2026Aktualisiert am 30. Oktober 20265 Min. Lesezeit

Sortierte Kisten mit Hausrat

Ein einfaches System hilft, den Hausrat eines verstorbenen Angehörigen zu sortieren.

Nach dem Tod eines Angehörigen steht man vor Schränken voller Kleidung, Regalen voller Bücher und Schubladen voller Dinge. Was davon behalten, was verkaufen, was spenden und was entsorgen? Ein einfaches System hilft, den Überblick zu behalten und Entscheidungen leichter zu treffen. Dieser Ratgeber erklärt das Vier-Kisten-Prinzip und gibt praktische Hinweise für jede Kategorie.

Das Vier-Kisten-Prinzip

Bereiten Sie vier deutlich beschriftete Bereiche oder Kisten vor:
  • Behalten: Erinnerungsstücke, Dokumente, Wertsachen
  • Verkaufen: gefragte, gut erhaltene Gegenstände
  • Spenden: brauchbare Kleidung, Hausrat, Bücher
  • Entsorgen: Defektes, Verschlissenes, Unbrauchbares
Eine fünfte Kiste „Unentschieden“ kann helfen, nicht bei jedem Gegenstand ins Stocken zu geraten. Sie wird am Ende noch einmal durchgesehen.

Kategorie 1: Behalten

Hierhin gehört alles, was rechtlich, finanziell oder persönlich wichtig ist:
  • Dokumente: Testament, Urkunden, Verträge, Bank- und Versicherungsunterlagen
  • Wertsachen: Schmuck, Bargeld, Münzen
  • Erinnerungsstücke: Fotos, Briefe, persönliche Gegenstände
Bei mehreren Erben sollte die Verteilung abgestimmt sein, siehe Haushaltsauflösung in der Erbengemeinschaft. Welche Unterlagen wichtig sind, steht in Welche Unterlagen aus dem Nachlass aufbewahren?

Kategorie 2: Verkaufen

Gute Chancen haben meist:
  • Gut erhaltene Massivholz- oder Designmöbel
  • Funktionsfähige, neuere Elektrogeräte
  • Werkzeug und Gartengeräte
  • Fahrräder
  • Sammlungen, Antiquitäten, Kunst (ggf. nach Schätzung)
Verkaufswege sind Kleinanzeigen, Flohmärkte, Ankaufhändler oder bei hochwertigen Stücken Auktionshäuser. Bedenken Sie den Zeitaufwand. Was nicht verkauft wird, kann gegebenenfalls bei der Entrümpelung angerechnet werden, siehe Wertanrechnung.

Kategorie 3: Spenden

Viele Dinge sind zu schade für den Müll, aber schwer verkäuflich. Mögliche Empfänger:
  • Sozialkaufhäuser und Gebrauchtwarenhäuser
  • Kleiderkammern und Altkleidersammlungen
  • Öffentliche Bücherschränke oder Bibliotheken
  • Vereine, Kindergärten, Tierheime (z. B. Decken und Handtücher)
Fragen Sie vorher nach, was angenommen wird. Viele Einrichtungen nehmen nur saubere, intakte Dinge. Weitere Ideen finden Sie in Wiederverwertbare Gegenstände bei der Entrümpelung.

Kategorie 4: Entsorgen

Was weder behalten noch weitergegeben werden kann, wird entsorgt, und zwar getrennt nach Abfallarten:
  • Sperrmüll: Möbel, Matratzen, Teppiche
  • Elektrogeräte: über Sammelstellen oder den Handel
  • Altpapier, Glas, Metall: über die jeweiligen Sammelsysteme
  • Schadstoffe: Farben, Batterien, Medikamente über die Schadstoffsammlung

Vorsicht bei Papieren und Behältern

Gerade in Haushalten älterer Menschen stecken Wertsachen und Dokumente oft an unerwarteten Orten: in Büchern, Kleidungstaschen, Dosen, unter Schubladeneinsätzen oder hinter Bildern. Prüfen Sie solche Stellen, bevor etwas in die Kisten Spenden oder Entsorgen wandert.

Medikamente und Hilfsmittel

Medikamente gehören nicht ins Abwasser. Wie sie entsorgt werden, regeln die Kommunen unterschiedlich; Apotheken geben Auskunft. Leihweise überlassene Hilfsmittel wie Pflegebetten oder Rollstühle sollten mit der Krankenkasse oder dem Sanitätshaus geklärt werden, bevor sie entsorgt werden.

Tempo und Pausen

Sortieren ist anstrengend, körperlich und seelisch. Arbeiten Sie raumweise und planen Sie Pausen. Mehr zum emotionalen Teil lesen Sie in Elternhaus entrümpeln: Umgang mit Erinnerungen.

Der letzte Schritt: Räumung

Sind die Kisten Behalten, Verkaufen und Spenden versorgt, übernehmen wir den Rest: Demontage, Abtransport, fachgerechte Entsorgung und besenreine Übergabe. Fragen Sie über das Kontaktformular, telefonisch unter 06431 9459011 oder per WhatsApp an 0160 6200 298 an, oder buchen Sie eine kostenlose Besichtigung über Termin buchen. Mehr zur Haushaltsauflösung.

Häufige Fragen

Muss ich alles selbst sortieren?

Nein. Sortieren Sie Persönliches und Wertvolles; den Rest können wir übernehmen.

Wohin mit Kleidung?

Gut erhaltene Kleidung an Kleiderkammern oder Altkleidersammlungen.

Was mache ich mit Medikamenten?

Fragen Sie in der Apotheke oder bei Ihrer Kommune nach der Entsorgung.

Kann ich Pflegebetten entsorgen?

Klären Sie vorher, ob sie geliehen sind.

Werden Spenden von Ihnen weitergegeben?

Brauchbares wird nach Möglichkeit weiterverwendet. Sprechen Sie Ihre Wünsche bei der Besichtigung an.

Sie möchten Ihre Situation persönlich besprechen?

Wir sehen uns die Räume bei einer kostenlosen Besichtigung an und erstellen ein unverbindliches Festpreisangebot.